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Teatro Olimpico

Es war einmal in Vicenza dieAccademia Olimpica, und so wie es zur Renaissance-Zeit in Italien oft vorkam, waren die Accademici regelrecht theaterbesessene Menschen. Oft ließen sie für die von ihnen veranstalteten und geförderten Aufführungen provisorische Aufbauten aus Holz anfertigen, die an verschiedenen geschlossenen Orten aufgestellt wurden.
1580 konnte die Accademia einen großen Traum verwirklichen: Die Stadt Vicenza überließ ihr den ehemaligen Gefängnisraum innerhalb des Palazzo del Territorio, einer aus dem Mittelalter stammenden Festung am östlichen Stadttor.
Andrea Palladio, ehrenwertes Mitglied der Accademia und zu jener Zeit bereits bekannter Architekt, wurde beauftragt, den festen Theatersitz zu entwerfen. So entstand das Teatro Olimpico, ein sich im Aufbau an die griechisch-römische Tradition anlehnendes Juwel. Dieses wurde nach Palladios Tod von Vincenzo Scamozzium eine feste Kulissenstruktur erweitert, das ursprünglich für die Aufführung der griechischen Tragödie Ödypus gedacht war, im Rahmen der Feierlichkeiten zur Einweihung des Teatro im Jahr 1585. Zuschauerraum, Bühne und festes Bühnenbild ergeben zusammen ein einmaliges Kunstwerk mit besonderem Flair, auf das Vicenza und ihre Bewohner zu Recht stolz sind.
1786 hielt sich Goethe einige Tage in Vicenza auf; von Palladios Bauten war es sehr angetan, und er wäre gerne noch länger in der Stadt geblieben. Er wurde auch zu Sitzung der Accademia Olimpica eingeladen und konnte das Theater bewundern.