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Oskar Schindlers Grab auf dem Zionsberg

Oskar Schindler, berühmt geworden durch Steven Spielbergs “Schindlers Liste” starb 1974 in Deutschland. Er wurde aber auf dem katholischen Friedhof der Franziskaner am Zionsberg in Jerusalem begraben.

Es war sein Wunsch in Jerusalem beerdigt zu werden, dort „wo meine Kinder sind“ – die Nachkommen der von ihm geretteten Juden. Auf seinem sehr einfachen Grab steht der Satz „Der unvergessliche Lebensretter 1200 verfolgter Juden“. Von weitem schon sticht das Grab aus der Schar der mal mehr, mal weniger gepflegten Gräber rundherum hervor: Nur auf Schindlers Grab liegen die vielen kleinen Steinchen, die Juden traditionell auf Gräber legen. Und so mancher Besucher legt auch ein paar Blumen darauf.

Der mittellos gewordene Lebemann Oskar Schindler hatte seinen letzten Lebensabschnitt bei Holocaust-Überlebenden in Jerusalem verbracht. Er war auf die finanzielle Unterstützung jüdischer Organisationen und Israels angewiesen. Er pendelte zwischen Frankfurt am Main und Jerusalem hin-und-her.
Im Jahr 1961 besucht Oskar Schindler erstmals Israel, und über 200 der von ihm geretteten Juden und Israelis bereiteten ihm einen enthusiastischen Empfang.
Während des Holocausts beschäftigte Oskar Schindler in seinen deutschen Munitions- und Emaille-Fabriken jüdische Arbeiter um sie so vor den Nazis zu schützen. Schindler investierte am Ende sein gesamtes Vermögen in seine Rettungsaktion. Das Geld wurde verwendet um Papiere fälschen zu lassen, hochrangige Nazi-Offiziere zu bestechen, für Medikamente und Nahrung auf dem Schwarzmarkt. Am Ende des Krieges war Oskar Schindler bettelarm und staatenlos, Deutschland hatte ihm die Staatsbürgerschaft aberkannt. Obendrein wurde Schindler zur Zielscheibe von Rechts-Extremisten.

Nach Kriegsende 1945 versuchte Schindler sich erfolglos als Famer in Argentinien, und kehrte hoch verschuldet 1957 nach Deutschland zurück. Die Zementfabrik die er aufbaute, ging bankrott, und sein restliches Dasein fristete er in finanzieller Not.