Tour 292: Stadtrundgang in Danzig, Polen

Hier können Sie Gästeführer in Danzig finden und Anfrage wegen Stadtführung aufgeben.

Die Geschichte von Danzig ist über 1000 Jahre alt. Zum ersten Mal wurde Danzig 997 von einem Benediktiner Mönch erwähnt, der den Märtyrertod des Bischofs Adalbert in der Nähe von "Gyddanyzc" beschreibt.
Ich lade Sie zu einem gemeinsamen Spaziergang durch die Rechtstadt von Danzig ein.
Unser Treffpunkt ist das Hohe Tor. Es wurde 1588 gebaut und war einst das Haupttor von Danzig. Mit dem Hohen Tor begann der Königsweg.
Wir gehen weiter und sehen uns ein weiteres mächtigeres Vortor zur Langgasse an. Es besteht aus dem gotischen Stockturm und der Peinkammer (Folterhaus). In der Peinkammer sind noch heute grausame Instrumente ausgestellt, mit denen man im 15.Jh. Gefangene folterte. Hier befindet sich heute auch das Bernsteinmuseum.
Weiter ist es Zeit sich das jüngste von diesen Toren anzuschauen. Das Goldene Tor,das den Eingang zur Langgasse bildet wurde Anfang des 17. Jahrhundert gebaut. Auf seinem Dach stehen acht allegorische Figuren - Friede, Freiheit, Wohlstand, Ruhm, Vernunft, Frömmigkeit, Gerechtigkeit und Eintracht.
Wir gehen durch das Tor und dann die Langgasse entlang bis zum Rechtstädtischen Rathaus, das am Anfang des Langen Marktes steht. Es wurde ab 1378 gebaut. Über seinem Eingangsportal befinden sich zwei Löwen, die das Danziger Stadtwappen halten und in die Richtung des Goldenen Tors schauen. Das Prachtstück des Rathauses ist der Rote Saal mit seinen geschnitzten und vergoldeten Decken und Gewölben.
Auf dem Langen Markt bewundern wir den Neptunbrunnen, ein wichtiges Wahrzeichen von Danzig.
Dann geht es weiter zum Grünen Tor, das den Langen Markt von der Mottlau trennt. Es hat vier Durchgänge und eine imposante Giebelfront und wurde im 16.Jh. für den königlichen Besuch erbaut. Jedoch haben sich hier die Hoheiten, wegen des Gestanks und des Lärms vom Hafen, nicht gerne aufgehalten. Heute nutzt Lech Wałęsa einen Teil des Gebäudes als Büro.
Wir gehen durch das Grüne Tor und befinden uns am Mottlauufer. Vor uns sehen wir nun am anderen Ufer die Speicherinsel. Wir bewegen uns entlang der Langen Brücke am Brotbänkentor, Frauentor und Heilige-Geist-Tor vorbei und kommen so zum Krantor. Dieser größte Hafenkran des Mittelalters wurde 1443 errichtet. Zwischen den Backsteintürmen entstanden zwei große hölzerne Räder, die durch die Kraft von tretenden Arbeitern bewegt wurden. Dieses technische Baudenkmal ist heute neben Neptun das zweite Wahrzeichen von Danzig.
Jetzt gehen wir ein paar Schritte zurück,um durch das Frauentor in die Frauengasse zu gelangen, an deren Ende sich die Marienkirche erhebt, die wir zum Schluss unserer Tour besichtigen möchten.
Unbedingt sollten Sie mit mir auf den Turm dieser größten Backsteinkirche Europas steigen. Wenn Sie die fast 400 Stufen bis zur Turmspitze erklommen haben, wird Ihre Mühe mit einem atemberaubenden Ausblick über die Stadt bis zur Ostsee belohnt.